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Kunsttherapieprojekt in der Kirche am Weg auf dem Ringgenhof

17.10.2017 | Von Annette Scherer und Peter Deuss | Suchthilfe

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Interessante Lichtobjekte zum Thema „Im neuen Licht- Evolution“ können derzeit in der Kirche am Weg auf dem Ringgenhof bestaunt werden. Menschen, die in der Fachklinik der Zieglerschen für suchtkranke Männer ihre Reha machen bzw. gemacht haben, haben gemeinsam mit ihrem Kunsttherapeuten Peter Deuss alte Standleuchten mit neuem Leben erfüllt. (Foto: Annette Scherer)

Noch bis zum 1.Dezember von 7.00-21.30 Uhr können in der Kirche am Weg auf dem Gelände des Ringgenhofes in Wilhelmsdorf interessante Lichtobjekte zum Thema „Im neuen Licht- Evolution“ bestaunt werden.

Fünf Menschen, die in der Fachklinik der Zieglerschen für suchtkranke Männer  ihre Reha machen bzw. gemacht haben, haben gemeinsam mit ihrem Kunsttherapeuten Peter Deuss alte Standleuchten mit neuem Leben erfüllt.

Im Fokus der Kunsttherapie auf dem Ringgenhof stehen sowohl die Betrachtung des bisherigen Lebens als auch der eigene Neuanfang. Bei der aktuellen Aufgabe sollte jedes der Lichtobjekte das Thema „Leben" beinhalten. Gemeinsam entschieden die Teilnehmer sich darüber hinaus dafür, zum einen die Evolutionsgeschichte der Erde und parallel die Entwicklung jedes einzelnen Teilnehmers darzustellen.

„Die Erde hat sich geformt, die Kontinente haben ihren Platz, doch im Inneren brodelt eine ungestüme Energie. Die wird sichtbar, sobald der Strom fließt und die LEDs aufleuchten", erklärt Kunsttherapeut Peter Deuss zu einem der Kunstwerke, auf dem sehr gut eine Erdkugel zu erkennen ist. Hier habe der Künstler die gestellte Aufgabe zum Anlass genommen, sich mit den inneren Strömen und Spannungen auseinanderzusetzen und deren Auswirkungen nachzugehen.
Ein anderes Lichtobjekt spielt mit Farbe und Sprache. Oben in grün-orange mit gelb-braunen Absetzungen, unten in grün-blau mit rot-weißen Absetzungen. Dazwischen Textfragmente in verschiedenen Sprachen. Vertraut oder fremd, ersichtlich oder missverstanden? „Nirgends sonst gibt es so viel Missverständnisse wie in der Sprache. Was gesagt und was gemeint wird, ist oft sehr unterschiedlich. Die Botschaft bestimmt der Empfänger. Manche Ereignisse erfassen wir kognitiv, andere nur emotional", interpretiert Deuss.Ein weiteres Kunstwerk ist ganz in schwarz gehalten. „Mit dem schwarzen Mantel, im oberen Teil durch winzige Öffnungen durchbrochen, erzählt das Kunstwerk von der Entstehung unseres Planeten. Diese Entstehung wird personifiziert. Eine Totenkopffigur ist zu sehen. Damit ist es kein zufälliges Werden, sondern ein Schöpfungsakt, bei dem Leben und Tod, Aktion und Reaktion, Schöpfung und Zerstörung nahe beieinander liegen", erklärt Deuss.

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